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<title>4 Medizinische Fakultät</title>
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<id>http://hdl.handle.net/10900/42130</id>
<updated>2026-08-19T00:24:08Z</updated>
<dc:date>2026-08-19T00:24:08Z</dc:date>
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<title>Matching patients to settings: Welche ambulante Substitutionsbehandlung passt zu welchem Patienten?</title>
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<name>Bedlinskyi, Volodymyr</name>
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<id>http://hdl.handle.net/10900/182335</id>
<updated>2026-08-18T01:04:18Z</updated>
<published>2026-08-17T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Matching patients to settings: Welche ambulante Substitutionsbehandlung passt zu welchem Patienten?
Bedlinskyi, Volodymyr
Die Substitutionsbehandlung (SB) von opioidabhängigen Patientinnen gehört zu den&#13;
wirksamsten und am weitesten verbreiteten Therapieformen bei Opioidabhängigkeit. Während in der Europäischen Union im Jahr 2019 etwa&#13;
510 000 Patientinnen in SB-Programmen versorgt wurden, lag die Zahl der Substituierten in Deutschland im Jahr 2025 bei über 78 800. Historisch erfolgte die Versorgung primär über niedergelassene Haus und Fachärzte, doch strukturelle und sicherheitsbezogene Probleme haben in den letzten Jahren zu einer Abwanderung von Ärzt*innen aus der&#13;
Substitutionsversorgung geführt und damit Versorgungsengpässe erzeugt. Prognosen&#13;
gehen davon aus, dass das bevorstehende Ausscheiden einer großen Zahl substituierender Hausärzte in den nächsten fünf bis zehn Jahren zu einer massiven Unterversorgung führen wird. Gleichzeitig lässt sich eine Verschiebung von der rein hausärztlichen Versorgung hin zu spezialisierten Substitutionsambulanzen und Schwerpunktpraxen beobachten. In Deutschland lassen sich heute drei ambulante SBSettings unterscheiden: (1) Hausarztpraxen, (2) Schwerpunktpraxen für Suchtmedizin und (3) von Kliniken geleitete Substitutionsambulanzen. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Patientinnenklientel der drei Settings zu charakterisieren, deren psychosoziale Unterstützungsbedarfe zu ermitteln und daraus patientenorientierte Zuweisungsstrategien abzuleiten. Die Untersuchung basierte auf folgenden Hypothesen: Erstens sollte sich die Behandlung von SB-Patientinnen zwischen den Settings unterscheiden; zweitens sollten sich die Patient*innen Gruppen hinsichtlich demografischer Merkmale, Substitutionsmittel und Darreichungsform, Schweregrad der Suchterkrankung, somatischer Komorbiditäten sowie Qualität der somatischen Versorgung unterscheiden.
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<dc:date>2026-08-17T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Colchicin-Verträglichkeit bei Familiärem Mittelmeerfieber Ein Vergleich unterschiedlicher Colchicinpräparat. Die CoV-FM-Studie</title>
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<name>Markowski (geb. Kreilos), Fynn</name>
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<id>http://hdl.handle.net/10900/182176</id>
<updated>2026-08-13T01:04:50Z</updated>
<published>2026-08-12T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Colchicin-Verträglichkeit bei Familiärem Mittelmeerfieber Ein Vergleich unterschiedlicher Colchicinpräparat. Die CoV-FM-Studie
Markowski (geb. Kreilos), Fynn
Familiäres Mittelmeerfieber ist eine autosomal-rezessive periodische Fiebererkrankung, welche eine Dauertherapie mit Colchicin erfordert. Hierdurch soll zum einen die Schubfrequenz und -schwere gesenkt und zum anderen die Entwicklung einer A-Amyloidose verhindert werden. Die verfügbaren Colchicinpräparate sind Nebenwirkungsreich, weswegen im Rahmen dieser Studie überprüft wurde, ob hierbei Unterschiede hinsichtlich der Verträglichkeit der unterschiedlichen Colchicinpräparate bestehen.
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<dc:date>2026-08-12T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Analyse von Prädiktoren und Moderatoren der Tabakabstinenz und Veränderung von Craving und realitätsnaher Wahrnehmung im Rahmen eines virtuellen Expositionstrainings in der Tabakentwöhnung</title>
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<name>Lorenz, Tomris Lina</name>
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<id>http://hdl.handle.net/10900/182149</id>
<updated>2026-08-12T01:05:52Z</updated>
<published>2026-08-11T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Analyse von Prädiktoren und Moderatoren der Tabakabstinenz und Veränderung von Craving und realitätsnaher Wahrnehmung im Rahmen eines virtuellen Expositionstrainings in der Tabakentwöhnung
Lorenz, Tomris Lina
Verhaltenstherapie, meist in Kombination mit einer medikamentösen Komponente, stellt eine etablierte Therapiemöglichkeit zur Behandlung der Nikotinabhängigkeit dar. Dennoch erreicht dieser Therapieansatz lediglich Abstinenzraten von maximal 35 Prozent nach zwölf Monaten. Dieses Ergebnis ist angesichts der gesundheitlichen und ökonomischen Schäden des Tabakkonsums als unzureichend zu bewerten.&#13;
&#13;
Ziel der Arbeit war es zum einen, das Verständnis potenzieller Prädiktoren und Moderatoren der Tabakabstinenz im Kontext einer leitliniengerechten Behandlung zu vertiefen und somit zu einer Optimierung bestehender Behandlungsstrategien beizutragen. Zum anderen sollte ein Cue-Exposure Training in der virtuellen Realität (VR) als Add-on zur Standard-Psychotherapie untersucht werden. Dabei sollte insbesondere geprüft werden, inwiefern eine realitätsnahe Wahrnehmung der virtuellen Szenarien das Craving zu beeinflussen vermochte. &#13;
&#13;
Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit wurden daher soziodemografische Faktoren (Alter, Geschlecht und Schulabschluss), rauchanamnestische Faktoren (Fagerström Test for Nicotine dependence (FTND) (Heatherton et al., 1991), Anzahl gerauchter Zigaretten pro Tag, Rauchdauer, Rauchstatus des Partners) sowie Therapiefaktoren (Motivation, Selbstwirksamkeitserwartung und Therapieerwartung) als Prädiktoren und Moderatoren der Abstinenz analysiert. Darüber hinaus wurden depressive Symptome, erfasst mittels des Beck-Depressions-Inventars (BDI) (Hautzinger et al., 2009), als mögliche Prädiktoren der Abstinenz untersucht. &#13;
Im zweiten Teil der Arbeit wurden realitätsnahe Wahrnehmung und Craving im Verlauf der 6 Kurswochen (KW) einer verhaltenstherapeutischen Gruppenbehandlung verglichen. Die virtuellen Szenarien (VR) „Einsamkeit und Grübeln“ und „Privatparty“, wurden in KW 3 und 5, die Szenarien „Stress“ und „Café“ in KW 4 und 6 präsentiert. Dabei wurde geprüft, ob es bei der Präsentation der Szenarien einen Zusammenhang zwischen realitätsnaher Wahrnehmung und Craving gab. Aus möglichen Zusammenhängen zwischen Craving und realitätsnaher Wahrnehmung sollten Rückschlüsse für eine optimierte Anwendung von VR in der Tabakentwöhnung gezogen werden.&#13;
Die Gesamtstichprobe setzte sich aus 246 Teilnehmenden in den Studienzentren Tübingen und Regensburg zusammen. Nach Ausschluss der Drop-Outs betrug die zu untersuchende Stichprobe 163 Probanden. Als Zusatzkomponente zur kognitiven Verhaltenstherapie, welche alle Probanden erhielten, wurde ab KW 3 entweder das o.g. VR-Training oder eine progressive Muskelrelaxation (PMR, (Jacobson, 1938)) angeboten. Die Abstinenz wurde in einer 6-Monats-Katamnese nach dem Russel-Standard erfasst und durch die Bestimmung von Kohlenstoffmonoxid in der Ausatemluft validiert. Zur Überprüfung der Prädiktoren und Moderatoren der Abstinenz wurden zwei binär logistische Regressionsanalysen gerechnet. Zur Analyse des Cravings und der realitätsnahen Wahrnehmung wurden ausschließlich Probanden mit dem VR-Training als Zusatzkomponente untersucht. Hier wurde eine ANOVA mit Messwiederholung und eine Korrelationsanalyse durchgeführt. &#13;
&#13;
In der vorliegenden Arbeit konnten soziodemografische Faktoren, rauchanamnestische Faktoren sowie Therapiefaktoren nicht als Prädiktoren oder Moderatoren der Abstinenz dargestellt werden. Nur bezüglich des BDI zeigte sich ein signifikant negativer Effekt auf die Abstinenz: Probanden mit höheren Werten im BDI, hinweisend auf vermehrte depressive Symptome, wiesen eine niedrigere Abstinenzwahrscheinlichkeit auf (p=0,047). Des Weiteren ließ sich tendenziell eine Abnahme der realitätsnahen Wahrnehmung der Szenarien im Verlauf der KW beschreiben. Bezüglich des Cravings zeigten sich Interaktionseffekte zwischen Szenarien und KW, wobei eine Abnahme der Craving-Werte zwischen den Szenarien der KW 3 und 5 sowie zwischen den Szenarien der KW 4 und 6 erkennbar war. Außerdem zeigte sich in KW 3, Szenario „Privatparty“, sowie den KW 4 und 6, jeweils im Szenario „Stress“, eine Korrelation zwischen realitätsnaher Wahrnehmung und Craving. Je realistischer die Stresssituation wahrgenommen wurde, desto stärker stieg das Craving. &#13;
&#13;
Soziodemografische und rauchanamnestische Faktoren zeigten sich, konträr zu anderen Studien, in dieser Arbeit nicht als Prädiktoren der Abstinenz. Als Grund hierfür lässt sich womöglich ein Selektionseffekt aufgrund des Einsatzes von VR in dieser Studie nennen, welcher den Effekt soziodemografischer und rauchanamnestischer Faktoren abgeschwächt haben könnte. Der in der Arbeit dargestellte negative Einfluss depressiver Symptome auf die Abstinenz muss in weiteren Studien genauer untersucht werden. Außerdem sollte im Rahmen von Tabakentwöhnungsprogrammen besonderes Augenmerk auf Probanden mit entsprechender Symptomatik gelegt werden. Die Abnahme der realitätsnahen Wahrnehmung und des Cravings im Verlauf der KW lässt sich durch einen Habituationseffekt erklären. Darüber hinaus weist die im Verlauf der KW beobachtete Abnahme des Cravings auf eine Wirksamkeit des Cue-Exposure-Trainings (CET) hin, dessen primäres Ziel in der Reduktion suchtauslösender Reize durch wiederholte Exposition besteht. Allerdings bestätigt sich auch in der vorliegenden Studie, in Übereinstimmung mit vergleichbaren Studien, dass eine Reduktion des Cravings durch CET nicht zwangsläufig mit einer Verringerung des Rückfallrisikos einhergeht (Pericot-Valverde et al., 2019).&#13;
Die Korrelation zwischen realitätsnaher Wahrnehmung und Craving im Szenario „Stress“ deutet auf ein zuverlässiges Auslösen von Craving durch den in diesem Szenario zum Einsatz kommenden Trier Social Stress Test (Kirschbaum et al., 1993) hin. &#13;
&#13;
Zusammenfassend verdeutlichen die Ergebnisse dieser Arbeit die Relevanz weiterer Forschung zu Prädiktoren und Moderatoren der Tabakabstinenz. Ein besseres Verständnis dieser Faktoren könnte die Entwicklung individualisierter Therapiekonzepte ermöglichen und somit zu höheren Abstinenzraten beitragen. &#13;
Darüber hinaus sollte besonders der Einfluss des Cravings auf die langfristige Abstinenz sowie die potenzielle Wirksamkeit von VR-basierten Interventionen künftig intensiver untersucht werden. Von besonderem Interesse ist hierbei, inwieweit eine realistischere Darstellung virtueller Szenarien zu einer Steigerung des Cravings und womöglich zu einer Verbesserung des Therapieerfolgs führen könnten.
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<dc:date>2026-08-11T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Einfluss der intravenösen Kontrastmittelgabe auf die Berechnung der Knochenmarkdichte mit Hilfe von Dual-Energy-Computertomographie</title>
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<name>Kalb, Florian</name>
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<id>http://hdl.handle.net/10900/182137</id>
<updated>2026-08-11T01:01:39Z</updated>
<published>2026-08-10T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Einfluss der intravenösen Kontrastmittelgabe auf die Berechnung der Knochenmarkdichte mit Hilfe von Dual-Energy-Computertomographie
Kalb, Florian
Diese auf einem retrospektiven, monozentrischem Forschungsdesign basierende Dissertation untersucht den Einfluss der intravenösen Kontrastmittelgabe auf die mit DECT berechnete Knochenmarkdichte sowie deren Korrelation mit klinischen Parametern. Die zugrundeliegende Hypothese des ersten Untersuchungsschritts dieser Arbeit lautet, dass die Berechnung der Knochenmarkdichte nicht signifikant durch die drei Kontrastmittelphasen, die Wirbelkörperhöhen oder deren Interaktion beeinflusst wird.&#13;
Die statistische Auswertung zeigt, dass die gemessene Knochenmarkdichte in der nativen Phase ohne Kontrastmittel am niedrigsten ist. Nach Beginn der Kontrastmittelgabe in der arteriellen Phase kommt es zu einem deutlichen Anstieg der Dichtewerte, während in der anschließenden portalvenösen Phase ein erneutes Absinken beobachtet wird. Der Einfluss des Kontrastmittels ist dabei zwischen der nativen und arteriellen Phase stärker ausgeprägt als zwischen der arteriellen und portalvenösen Phase.&#13;
Die in einer früheren Studie für das DECT beschriebene Abnahme der Knochenmarkdichte von kranialen zu kaudalen Wirbelkörpern konnte in dieser Arbeit bestätigt werden. Ergänzend zeigen die Ergebnisse, dass dieser Zusammenhang für alle drei Kontrastmittelphasen gilt. Darüber hinaus variiert der Einfluss des iodhaltigen Kontrastmittels in Abhängigkeit von der Wirbelkörperhöhe: In den kaudal gelegenen Brustwirbelkörpern (BWK 10, 11 und 12) treten stärkere Effekte auf als in den kranial gelegenen Lendenwirbelkörpern (LWK 1 und 2).&#13;
Die mittels repeated measures ANOVA durchgeführte weiterführende Analyse zeigt, dass sowohl die Kontrastmittelphase als auch die Wirbelkörperhöhe sowie deren Interaktion einen signifikanten Einfluss auf die gemessene Knochenmarkdichte ausüben. Der relative Beitrag beider Haupteffekte erweist sich dabei als vergleichbar. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurde die ursprünglich formulierte Nullhypothese verworfen. Die Ergebnisse stützen die Annahme der Alternativhypothese, dass die Berechnung der Knochenmarkdichte signifikant durch die drei Kontrastmittelphasen, die Wirbelkörperhöhen oder deren Interaktion beeinflusst wird.&#13;
Der Einfluss des Kontrastmittels auf die Knochenmarkdichte erweist sich als konzentrationsabhängig. Die tatsächliche Kontrastmittelkonzentration wird dabei maßgeblich durch physiologische und anatomische Faktoren bestimmt, die die Verteilungskinetik des Kontrastmittels beeinflussen. Dieser konzentrationsabhängige Effekt variiert in Abhängigkeit von der Zusammensetzung des Knochenmarks, die wiederum durch altersbedingte oder pathologische Involutionsprozesse verändert sein kann. Eine ausgeprägtere Knochenmarkverfettung ist offenbar mit einer insgesamt geringeren Kontrastmittelkonzentration sowie einer verlangsamten An- und Abflutung verbunden, was insbesondere in den kaudal gelegenen Wirbelkörpern zu beobachten ist. Darüber hinaus kann eine hohe trabekuläre Knochendichte die Messergebnisse verfälschen, da sie als potenzieller Störfaktor in den verwendeten VNCa-Nachbearbeitungsalgorithmen gilt.&#13;
Die Varianzanalyse mit wiederholten Messungen zeigte, dass neben der Kontrastmittelphase und der Wirbelkörperhöhe sowie deren Interaktion weitere Faktoren die Knochenmarkdichte beeinflussen. Daher wurde ergänzend der Einfluss klinischer Parameter unter Berücksichtigung des Kontrastmitteleffekts untersucht. Die zugrundeliegende Hypothese des zweiten Untersuchungsschritts lautet, dass die intravenöse Kontrastmittelgabe im Hinblick auf die Korrelation mit klinischen Parametern keinen signifikanten Einfluss auf die mit DECT berechnete Knochenmarkdichte ausübt.&#13;
Die Ergebnisse belegen einen mittelstarken, phasenunabhängigen altersassoziierten Effekt, der eine Abnahme der Knochenmarkdichte mit zunehmendem Lebensalter zeigt und damit frühere Beobachtungen bestätigt. Ob diese negative Korrelation als Konfundierung zu werten ist, da die altersbedingte Abnahme der Knochenmarkdichte physiologisch durch die Knochenmarkinvolution erklärbar ist, kann anhand der vorliegenden Untersuchung jedoch nicht abschließend beurteilt werden.&#13;
Darüber hinaus konnte kein eindeutiger Zusammenhang zwischen Geschlecht, Gewichtsklasse bzw. BMI und der mit DECT gemessenen Knochenmarkdichte festgestellt werden. Es zeigte sich allenfalls eine schwache Tendenz, wonach das männliche Geschlecht und ein höherer BMI mit einer erhöhten Knochenmarkdichte assoziiert sein könnten. Diese Ergebnisse sind jedoch statistisch nicht signifikant und nur als vorläufig zu bewerten.&#13;
Von den weiteren untersuchten laborchemischen Parametern wiesen ausschließlich steigende Leukozyten- und Thrombozytenzahlen einen moderaten Zusammenhang sowie eine phasenunabhängige signifikant positive Korrelation mit der Knochenmarkdichte in der unteren Brustwirbelsäule und der oberen Lendenwirbelsäule auf. Diese Befunde deuten darauf hin, dass mittels DECT nicht nur strukturelle, sondern auch funktionelle Veränderungen des Knochenmarks im Sinne einer gesteigerten hämatopoetischen Aktivität erfasst werden können.&#13;
Darüber hinaus zeigte sich eine signifikante positive Korrelation zwischen erhöhten C-reaktiven Proteinwerten und steigender Knochenmarkdichte, allerdings ausschließlich in der nativen Kontrastmittelphase.&#13;
Für weitere klinische Parameter wie Hämatokrit, Hämoglobin, Kreatinin und Erythrozytenzahl ergab die Analyse keinen signifikanten Einfluss der intravenösen Kontrastmittelgabe auf die Berechnung der Knochenmarkdichte mittels DECT.&#13;
Die weiteren untersuchten klinischen Einflussfaktoren zeigten, im Einklang mit der zweiten formulierten Arbeitshypothese, keinen Zusammenhang mit dem konzentrations- und wirbelkörperhöhenabhängigen Kontrastmitteleffekt. Dies bedeutet, dass klinische Variablen unabhängig von der Kontrastmittelphase quantifiziert und bei der Interpretation der Ergebnisse gesondert berücksichtigt werden müssen. Zudem bestehen starke Korrelationen zwischen den Messwerten unterschiedlicher Wirbelkörperhöhen und Kontrastmittelphasen innerhalb einer einzelnen DECT-Untersuchung. Die Knochenmarkdichte erweist sich somit innerhalb einer Untersuchung über alle drei Kontrastmittelphasen hinweg als weitgehend vergleichbar und kann für diagnostische Zwecke unter Berücksichtigung der jeweiligen Iodkonzentration bzw. Kontrastmittelphase zuverlässig verwendet werden.&#13;
Die vorliegende Dissertation liefert einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung des Einflusses intravenöser Kontrastmittel auf die mit DECT bestimmte Knochenmarkdichte. Die Ergebnisse zeigen, dass der Kontrastmitteleffekt sowohl von der Konzentration als auch von der Wirbelkörperhöhe abhängt, während demografische und klinische Variablen wie Alter, Geschlecht oder laborchemische Parameter nur teilweise und überwiegend phasenunabhängig mit der Knochenmarkdichte korrelieren. Die beobachteten Zusammenhänge zwischen Kontrastmittelphase, Knochenmarkzusammensetzung und vertebraler Lokalisation verdeutlichen die Komplexität der Kontrastmittelkinetik und unterstreichen die Notwendigkeit einer präzisen Nachbearbeitung der Bilddaten.&#13;
Damit trägt die Arbeit nicht nur zum besseren Verständnis des Kontrastmitteleinflusses bei, sondern liefert zugleich eine Grundlage für die Optimierung und Weiterentwicklung bestehender Nachbearbeitungsalgorithmen, insbesondere im Hinblick auf die Reduktion konzentrationsabhängiger und anatomisch bedingter Artefakte. Um diese Erkenntnisse weiter zu validieren und in klinische Routinen zu überführen, sind jedoch weiterführende Untersuchungen mit größeren und differenzierteren Stichproben erforderlich.
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<dc:date>2026-08-10T00:00:00Z</dc:date>
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