Außenseiter der Gesellschaft : die Verbrecher der Gegenwart : Straftäter und Strafverfahren in einer literarischen Reihe der Weimarer Republik

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/180528
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1805285
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-121852
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1994
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Die literarischen Texte der Reihe Außenseiter der Gesellschaft. Die Verbrechen der Gegenwart (1924/25 hg. von Rudolf Leonhard) &chließen an die Tradition der deutschen Fallgeschichten (i. e. erzählerische Darstellungen von ,authentischen' Kriminalfällen) an, aber sie überprüfen gleichsam die herkömmlichen Darstellungsund Deutungsmustervon Kriminalität. Dabei kommen Austauschbeziehungen für Vertextungsregeln und -routinen sowie für Bilder und Vorstellungskomplexe zwischen dem literarisch-publizistischen und dem juristischen Bereich in den Blick. Der allgemeine Wahrheitsanspruch strafjuristischer Fall-Rekonstruktionen wird in Frage gestellt; die Vielfalt der Bedeutungen, die einer ,kriminellen' Handlung zugewiesen werden (können), wird im Licht der Erfahrungen der ,literarischen Modeme' reflektiert. Aus dieser Sicht sind Verbrechen und ,Verbrechermensch' bereichs- und diskursspezifische Konstrukte.

Abstract:

The series Außenseiter der Gesellschaft. Die Verbrechen der Gegenwart, edited 1924/25 by Rudolf Leonhard, consists of 14 literary texts by authors like A. Döblin, Y. Goll, E. E. Kisch, Th. Lessing, E. Weiß, and others. They are written in the tradition of German literary case histories. But in the light of the literary ,Modeme' the texts ,evaluate' traditional types of narrative representations of criminal cases and biographies of criminals. Routines and rules of textproduction in literature and in the penal law system are reflected as well as the ways in which images of crime and the criminal are exchanged. The texts of the series reject the claim of the law system to reconstruct in it's trials a universal truth: ,Crime' and the ,criminal' appear as constructions spccific to the fields of discourse in which they are conceptualized.

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