Phosphoryliertes Tau 181 als blutbasierter Biomarker der präklinischen Alzheimererkrankung

DSpace Repositorium (Manakin basiert)


Dateien:

Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/181039
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1810398
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-122363
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-06-19
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Synofzik, Matthis (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-05-13
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Alzheimerkrankheit , Demenz , Biomarker
Freie Schlagwörter: SIMOA
pTau181
Tau-Pathologie
präklinische Alzheimererkrankung
SCD
MCI
phosphoryliertes Tau
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
Zur Langanzeige

Inhaltszusammenfassung:

Diese Arbeit untersucht pTau181 als Biomarker im Blutplasma, um zu erschließen, ob der Marker Probanden mit SCD von gesunden Probanden unterscheiden kann. Außerdem stellt sich die Frage, ob Plasma-pTau181 als prognostischer Marker im SCD-Stadium für den weiteren Krankheitsverlauf geeignet ist. Plasma-pTau181 soll zukünftig in der Diagnostik der präklinischen Alzheimererkrankung eingesetzt werden, da bisherige Alzheimerdiagnostik vorwiegend auf klinischen Tests und Biomarkern, wie PET-Scans oder Liquoranalysen, besteht. Diese sind teuer, zeitintensiv oder invasiv. Deshalb müssen günstigere und leichter verfügbare Biomarker gefunden werden, zum Beispiel in Form von Bluttests. Methoden Blutplasmaproben von CU, SCD, MCI und AD Probanden der DELCODE Kohorte wurden mit dem pTau-181 Advantage V2 Assay Kit (Quanterix®) am SIMOA-HD-X-Analyzer® gemessen. Die Daten wurden als Querschnittsanalyse zum Zeitpunkt der Studienaufnahme sowie longitudinal im Verlauf von sechs Jahren analysiert. Zum Zeitpunkt der Studienaufnahme wurden von n=844 Probanden demographische Unterschiede und Unterschiede bezüglich des Plasma-pTau181-Werts zwischen den Stadien der kognitiven Beeinträchtigung und zusätzlich nach Amyloidstatus von n=398 Probanden betrachtet. Longitudinal wurde der Verlauf von Plasma-pTau181, sowie das kognitive Outcome anhand des PACC5-Scores ausgewertet. Ergebnisse Die Plasma-pTau181-Konzentration stieg signifikant mit zunehmender kognitiver Beeinträchtigung. Demographisch stieg das Alter signifikant von Diagnosegruppe zu Diagnosegruppe und MCI und AD erreichten kürzere Bildungszeiten als CU und SCD. Amyloid-Positive erreichten höhere Plasma-pTau181-Werte als Amyloid-Negative der gleichen Diagnosegruppe. Im Verlauf von sechs Jahren zeigten Amyloid-Positive mit SCD den stärksten Anstieg im Verlauf des Plasma-pTau181-Werts. Amyloid-Positive mit SCD oder MCI fielen stärker ab im PACC5-Score als Amyloid-Negative der gleichen Diagnosegruppe. Es zeigte sich, dass höhere Baseline-Plasma-pTau181-Werte mit einem stärkeren kognitiven Abbau einhergingen. Bei Amyloid-Positiven mit SCD oder MCI konnten hohe Baseline-Plasma-pTau181-Werte Probanden mit rasch fortschreitendem Krankheitsverlauf identifizieren. Diskussion Unsere Ergebnisse bestärken SCD als eigenständiges Stadium der kognitiven Beeinträchtigung und zeigen, dass Plasma-pTau181 die verschiedenen Stadien der kognitiven Beeinträchtigung, sowie Personen im Alzheimer-Kontinuum von solchen mit anderen Demenzformen unterscheidet. Longitudinal können Baseline-Plasma-pTau181-Werte das spätere kognitive Outcome prognostizieren. Fazit Plasma-pTau181 eignet sich als blutbasierter Biomarker in der präklinischen Alzheimerdiagnostik.

Das Dokument erscheint in: