Immunologische Veränderungen bei rheumatologischen Patientinnen in der Schwangerschaft

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/181413
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1814133
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-07-08
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Klein, Reinhild (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2025-07-02
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Immunologie , Schwangerschaft , Rheumatologie
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit immunologischen Reaktionen im Verlauf einer Schwangerschaft bei bestehender Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem der schwangeren Patientinnen durchläuft eine besondere Entwicklung, da gegenüber dem semiallogenen Fetus Toleranz induziert wird. Diese Veränderungen im Immunsystem wirken auf den Pathomechanismus der Erkrankung und führt bei manchen Autoimmunerkrankungen zu einer Häufung von Krankheitsschüben oder einer Linderung der Krankheitssymptome. In der Vergangenheit wurde postuliert, dass die Verschiebung des Th1/Th2- Verhältnisses in Richtung der Th2-Zellen während der Schwangerschaft dies erklären könnte. In den vorliegenden Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass es gerade bei Patientinnen mit Krankheitsaktivität oft im dritten Trimenon zu einer generellen Aktivierung des Immunsystems kommt. Dennoch kommt es zur Krankheitsschüben und damit eventuell verbundenen Schwangerschaftskomplikationen zu jedem Zeitpunkt in der Schwangerschaft. Außerdem wurde beobachtet, dass proinflammatorische Th1-Zellen auch gleichermaßen häufig bei Patientinnen ohne Krankheitsaktivität vorkommen, was unterstreicht, dass die Schwangerschaft ein komplexes Geschehen ist, in dem pro- und antiinflammatorische Zustände sich gegenseitig beeinflussen. Die Rolle von Estradiol in diesem Zusammenspiel ist markant, da ein erniedrigter EstradiolWert im dritten Trimenon mit einer erhöhten Krankheitsaktivität zusammenhängt. Unsere Daten zeigen, dass es mehr experimenteller und klinischer Forschung bedarf, um das Immunsystem in dieser besonderen Situation besser zu verstehen und die Patientinnen in einer Risikoschwangerschaft besser begleiten zu können.

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