Inhaltszusammenfassung:
Aus der ursprünglich geplanten Rezension eines Buches von E. M. Schur ist eine Auseinandersetzung mit dem soziologischen Potential des Labeling-Ansatzes aus feministischer Sicht geworden. Es wird deutlich, wie wenig männliche Wissenschaftler bislang feministische Theorie zur Kenntnis genommen haben. Voraussetzung für eine aufschlußreiche Analyse von Geschlechterbeziehungen wäre darüber hinaus die Entwicklung von „Geschlechtsbewußtsein", um die Lebendigkeit und Prozeßhaftigkeit der Beziehung zwischen Labeller und Gelabellten nicht länger zu unterschlagen.