Gut und (Ge)Schlecht: zur institutionellen Verfestigung abweichenden Verhaltens bei Jungen und Mädchen

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/181841
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1818417
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-123163
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1986
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Anhand eines Vergleichs deskriptiven Forschungsmaterials aus teilnehmender Beobachtung in Jungen- und Mädchenheimen wird die Zurichtung von Unterschichtsjugendlichen auf stereotype Geschlechtsrollen untersucht. Diese Zurichtung - so die These des Beitrags - verlängert das Scheitern der betreffenden Jugendlichen bei ihren Versuchen, Entwürfe von normaler Identität zu verwirklichen, da sich Identität aufgrund mangelnder oder eingeschränkter anderer sozialer und ökonomischer Möglichkeiten auf die normenkonforme Geschlechtsrolle reduziert. Traditionelle Bilder von „Männlichkeit" und „Weiblichkeit" im Kontrollhandeln der Jugendhilfe und in den Orientierungen des Personals geraten für Jungen und Mädchen zu kriminalisierenden und etikettierenden Fallen, die sie auf abweichende Karrieren festlegen.

Abstract:

The „making" of stereotyped patterns of gender role orientation among juvenile inmates of residential institutions is compared by means of qualitative data from participant observation in groups for boys and for girls. In their attempts to approach „normal" identities boys and girls from lower social strata experience a number of failures due to socio-economic conditions and institutional control. Gender-role conformity tends to become one of the last resources of „normality". Traditional (patriarchal) conpects of „masculinity" and „feminity" - as they are applied by youth administration policies in selection procedures and prevail in staff orientation - determine staff-inmate- and group-interaction. This may help to build up dead-endpaths into deviance and marginality during adolescence.

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