Evaluation prognostischer Marker bei PatientInnen mit Tachykardiomyopathie und eingeschränkter linksventrikulärer Ejektionsfraktion

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/184062
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1840620
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-10-02
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Gawaz, Meinrad P. (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-09-23
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Freie Schlagwörter: Kardiologie
Tachykardiomyopathie
linksventrikuläre Ejektionsfraktion
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

In dieser Arbeit wurde prospektiv die prognostische Rolle des EMID-Zeichens und verschiedener Biomarker auf die Erholung der LVEF bei PatientInnen mit vermuteter TCM untersucht. Bei den eingeschlossenen Patienten handelte es sich um schwer kranke PatientInnen, mit im Mittel hochgradig reduzierter LVEF bei denen einen hochgradiger Verdacht auf das Vorliegen einer TCM bestand. Die Einschlusskriterien wurden dabei bewusst sehr eng gewählt, um einen möglichst guten Einblick in die zugrundeliegende Pathophysiologie zu bekommen. Klinische Untersuchungen zeigten zunächst eine Verbesserung der mittleren linksventrikulären Ejektionsfraktion von rund 32% auf 45% sowie die Normalisierung der mittleren Herzfrequenz von 123/min auf 72/min nach Initiierung einer Rhythmuskontrolle. Die histologischen Ergebnisse zeigten, dass rund die Hälfte der PatientInnen ein mittelstarkes bis stark ausgeprägtes EMID-Zeichen aufwies. Darüber hinaus konnte die Hypothese bestätigt werden, dass die Ausprägung des semiquantitativ evaluierten EMID-Zeichens mit dem Schweregrad der Erkrankung negativ korreliert: Je stärker das EMID-Zeichen ausgeprägt war, desto schlechter war die Entwicklung der PatientInnen hinsichtlich der Erholung der LVEF. Des Weiteren konnte die Hypothese, dass die bei Einschluss gemessenen Biomarker mit dem Schweregrad der Erkrankung, gemessen am ∆ der LVEF von Einschluss zu follow-up, korrelieren, teils bestätigt werden. Insbesondere das C-reaktive Protein konnte hier als prognostischer Marker identifiziert werden. Nach Aufteilung in zwei Gruppen je nach Erholung der LVEF (∆LVEF ≤ 15% und ∆LVEF > 15%) konnten für die sich schlechter erholende Gruppe signifikante Veränderungen in den Plasma-Konzentrationen für Osteopontin (OPN) und Myeloperoxidase (MPO) beobachtet werden. Die hier gemessenen Konzentrationsunterschiede entwickelten sich jedoch zum Teil anders als dies für andere Kardiomyopathien beobachtet wurde. Somit wird die Vermutung bekräftigt, dass es sich bei der TCM um eine eigenständige Kardiomyopathie mit eigener Pathophysiologie und Risikofaktoren handelt, welche sich in Diagnostik und Therapie maßgeblich von anderen, „klassischen“ Kardiomyopathien unterscheidet. Zukünftige Studien mit höheren Fallzahlen sind erstrebenswert, um die Aussagekraft der einzelnen Ergebnisse zu stärken und eine detailliertere Risikostratifikation für den klinischen Alltag zu erarbeiten.

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