Optimierte BurstDR(TM) Rückenmark-Elektrostimulation bei chronischen Rückenschmerzen : Neuer Technologie-Ansatz mit zyklischer BurstDR(TM) Stimulation in Kombination mit perkutaner Plattenelektrode und Muskelstimulation

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/182910
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1829108
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-09-02
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Morgalla, Matthias (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-08-06
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Freie Schlagwörter: Rückenmark-Elektrostimulation
SCS-Muskelstimulation
chronische Rückenschmerzen
perkutane Plattenelektrode
BurstDRTM Stimulation
SCS
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Hintergrund: Chronische Rückenschmerzen stellen eine therapeutische Herausforderung dar. Ziel dieser Arbeit war es, die Machbarkeit einer Muskelstimulation über bereits implantierte Spinal-Cord-Stimulation-(SCS-)Elektroden (perkutane Platten- und Stabelektroden) zu untersuchen und den therapeutischen Nutzen einer Kombination aus BurstDR™-SCS und Muskelstimulation zu evaluieren. Methoden: In einer Pilotstudie mit 17 Patienten wurde untersucht, ob durch niedrigfrequente SCS (2-8 Hz) eine Muskelaktivierung erzielt werden kann. Die Muskelantwort wurde klinisch sowie mittels Oberflächen-Elektromyographie und Sonographie untersucht. In einer prospektiven, multizentrischen, randomisierten, einfach verblindeten Crossover-Studie wurden anschließend bei 58 Patienten mit chronischen Rückenschmerzen BurstDR™-SCS (B), Muskelstimulation (M) und die Kombination beider Verfahren (BM) verglichen. Primär wurde die Schmerzintensität anhand der Numerischen Rating-Skala erfasst; zusätzlich wurden Schmerzbeeinträchtigung und Schmerzverarbeitung mittels Pain Disability Index, Pain Catastrophizing Scale und Brief Pain Inventory untersucht. Ergebnisse: Bei allen Patienten der Pilotstudie konnte durch niedrigfrequente Stimulation eine Muskelaktivierung erzeugt werden. Bevorzugte Stimulationsparameter (Stimulationsfrequenz, Elektrodenkontakte) zeigten interindividuelle Unterschiede. EMG und Sonographie bestätigten die Muskelantworten und die Aktivierung tieferer Muskelgruppen. Bei Patienten mit Plattenelektroden führte die Kombinationstherapie BM zu einer signifikant stärkeren Schmerzlinderung als B (p=0,014) und M (p=0,035). Zudem verbesserten sich PDI, PCS und BPI unter BM bei Patienten mit Plattenelektrode nach 3 und 6 Monaten signifikant im Vergleich zur Baseline (jeweils p<0,01). Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass eine Muskelstimulation über bestehende SCS-Elektroden möglich ist und die Kombination mit BurstDR™-SCS zu einer verbesserten Schmerzlinderung und zur Reduktion schmerzbezogener Beeinträchtigungen und Schmerzkatastrophisierung führen kann. Die Methode stellt einen vielversprechenden neuen Ansatz zur Erweiterung der SCS-Therapie bei chronischen Rückenschmerzen dar.

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